CO₂ Verursacher – Straßenverkehr (PKW/LKW)
Emissionen steigen immer weiter
Der Verkehr ist für nahezu ein Drittel der gesamten CO₂-Emissionen verantwortlich, von denen 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen. Aufgrund immer höher werdender Mobilität steigen diese Werte weiterhin.
mehr
Der Verkehr ist für fast 30 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen verantwortlich, von denen 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen. Pkw und Motorräder verursachen mit 62 % den größten Teil der Emissionen. Auf Lkw und Busse entfallen 26 %, weitere 13 % auf leichte Nutzfahrzeuge. Während in anderen Sektoren die CO₂-Emissionen seit 1990 reduziert wurden, erhöhte sich der CO₂-Ausstoß des Straßenverkehrs im gleichen Zeitraum um 24 %. Zwar tragen bessere Motoren und Abgastechnik sowie die Verwendung neuer Kraftstoffe zur Verringerung des Schadstoffausstoßes bei, jedoch erhöht sich die Mobilität unserer Gesellschaft stetig.
Lösungsmöglichkeiten:
- Fahrgemeinschaften – durchschnittlich 1,15 Fahrgästen sind derzeit pro Auto unterwegs
- Carsharing – gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Autos
- Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel
- Elektroautos – unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Energiemixes in Europa erweisen sich Elektroautos, trotz hohem CO₂-Ausstoß bei der Produktion, bereits heute als sauberer als benzingetriebene Fahrzeuge. Da der Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen in Zukunft noch steigen soll, werden Elektroautos noch umweltfreundlicher werden.
CO₂ Verursacher – Flugverkehr
50 % der Flug-CO₂-Emissionen wird von 1 % der Weltbevölkerung verursacht
Luftverkehr hat an den weltweiten CO₂-Emissionen einen Anteil von 2,8 Prozent. Flugzeuge erzeugen Treibhausgase, Lärm und Luftschadstoffe. Ozon und Kondensstreifen werden durch Emissionen von Stickoxiden und Wasserdampf verursacht, führen zur Bremsung der Wärmeabstrahlung von der Erde und tragen damit zur Klimaerwärmung bei.
mehr
Fliegen ist eine der energieintensivsten Transportmöglichkeiten. Alle 22 Monate nutzt ein Mensch im Durchschnitt das Verkehrsmittel Flugzeug. 80 Prozent der Weltbevölkerung haben jedoch überhaupt noch nie ein Flugzeug bestiegen, ca. 10 % fliegen zumindest einmal pro Jahr. Nur 1 % der Weltbevölkerung gehört den sogenannten „Vielfliegern“ an und ist somit für 50 Prozent der CO₂-Emissionen durch Flugverkehr verantwortlich.
Betreffend dem CO₂-Ausstoß, spielt auch die gebuchte Flugklasse eine große Rolle. Fliegt man Business-Class und beansprucht somit einen größeren Teil des Flugzeugs, verursacht man die dreifachen, bei einem First Class Flug gar die neunfachen Emissionen. Den höchsten Energieverbrauch und Schadstoffausstoß pro Reisenden haben Privatflugzeuge, da sie weit weniger Personen transportieren.
Nun stellt sich die Frage, ob Flugzeuge in Zukunft CO₂-neutral unterwegs sein können. Unter gewissen Umständen wäre dies möglich. Der Treibstoff müsste anstatt aus fossilen Brennstoffen synthetisch hergestellt werden. Dazu bedarf es großer Mengen an elektrischer Energie, die wiederum ausschließlich aus alternativen Energieformen, wie Solarenergie, gewonnen werden müsste. Fliegen wird dadurch teurer werden aber wesentlich sauberer.
CO₂ Verursacher – Containerschiffe
Schwimmende Riesenverschmutzer
90 Prozent des Welthandels erfolgen zurzeit auf dem Seeweg mittels Containerschiffen. Lange Zeit hielt sich der Mythos, dass dies eine klimafreundliche Beförderungsart sei, da pro transportierter Tonne und Kilometer im Vergleich zum Transport mit Lkw relativ wenig CO₂-Emissionen verursacht werden. Doch stoßen die Hochseeriesen täglich tonnenweise Schadstoffe aus und verschmutzen unsere Luft schwer.
mehr
Containerschiffe, genau wie Öltanker oder Kreuzfahrtschiffe laufen mit billigstem, schwerem Dieselöl, das aus Rückstandsölen von Raffinerien gewonnen wird und stellt somit einen der giftigsten Treibstoffe überhaupt dar. Dieser Treibstoff enthält deutlich mehr Schwefel (3500-mal so viel) und Schwermetalle, als Kraftstoffe, die für den Straßenverkehr verwendet werden. Durch Schiffsabgase ausgestoßene Schwefeloxide, Stickstoffoxide sowie Ruß und Feinstaub belasten dementsprechend besonders die Luftqualität in Küstenregionen. Denn diese Stoffe sind hochgiftig und schädigen sowohl die Umwelt als auch die menschliche Gesundheit. Stickoxide und Ruß tragen zudem erheblich zum Klimawandel bei, Ruß gilt sogar als der zweitstärkste Klimatreiber nach CO₂.
Jahr für Jahr ist die Schifffahrt für den Ausstoß von über 1000 Millionen Tonnen CO₂ verantwortlich, diese Zahl könnte sich bis 2050 sogar um bis zu 200 % steigern. Denn mit zunehmender Globalisierung aufgrund günstiger Produktionsbedingungen in fernen Ländern, einem wachsenden Konsum und billigen Treibstoffkosten werden immer mehr und immer größere Schiffe die Weltmeere befahren.
Nach langwierigen Verhandlungen, müssen bis 2025 neue Schiffe mit umweltschonenden Technologien ausgerüstet werden, insgesamt soll die Flotte dann bis zu 30 Prozent weniger CO₂ emittieren. Grundvoraussetzung für die Reduktion der Luftverschmutzung ist ein Wechsel des Kraftstoffs, der natürlich mit höheren Kosten verbunden ist. Geringere Unternehmensgewinne und höhere Verkaufspreise für Konsumenten wären die Folge. Dennoch werden wohl auch in Zukunft Containerschiffe die klare Nummer 1 auf dem Transportsektor darstellen, können doch unglaubliche 1 Milliarde T-Shirts pro Schiff damit um die Welt befördert werden.
CO₂ Verursacher – Industrien
Rauchende Fabrikschlote
Rund ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen gehen auf das Konto der Industrie. Zwar sind rauchende Fabrikschlote dank moderner Technik immer seltener geworden, jedoch ist die Industrie als Ganzes eine der wichtigsten CO₂-Emissionsquellen.
mehr
Die Industrie braucht große Mengen an fossilen Brennstoffen, um Maschinen mit ausreichend Energie zu versorgen um dann Produkte herzustellen. Das Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle zur Energiegewinnung macht etwa zwei Drittel der gesamten Emissionen in der Industrie aus. Diese energiebedingten Emissionen könnten vermieden werden, wenn die Industrie energieeffizienter wird oder auf erneuerbare Energiequellen umsteigt.
Ein Drittel der Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe des Industriesektors wird bei der Herstellung von Produkten freigesetzt. Vor allem die Metallherstellung (Erzeugung von Eisen, Stahl und Aluminium), die Herstellung mineralischer Produkte (Zement, Kalk und Glas) und die chemische Industrie mit der Herstellung von Grundchemikalien (vor allem Ammoniak, Adipin- und Salpetersäure) sind dafür verantwortlich. Die Vermeidung von prozessbedingten Emissionen, die bei der Produktion anfallen, ist eine besonders große Herausforderung.
Neben Kohlenstoffdioxid werden durch industrielle Prozesse auch Methan, Lachgas und fluorierte Gase freigesetzt. All diese Treibhausgasemissionen zusammen gelangen in die Atmosphäre, beeinflussen das Klima und beeinträchtigen die Umwelt. Neue Technologien und die Einführung alternativer Produktionsverfahren werden notwendig, damit die Industrieproduktion gänzlich treibhausgasneutral werden kann.
CO₂ Verursacher – Landwirtschaft
Täter und Hoffnungsträger
Die Rolle der Landwirtschaft bei der Erderwärmung wird heftig diskutiert. Weil Pflanzen CO₂ binden und Böden Kohlenstoff speichern, könnte die Landwirtschaft uns rein theoretisch langfristig klimaneutral ernähren und kurzfristig sogar mehr CO₂ binden als ausstoßen. Stattdessen emittiert der Agrarsektor heute mit am meisten Treibhausgase.
mehr
Die Entstehung von Treibhausgasen in der Landwirtschaft hat folgende Faktoren: Ungefähr die Hälfte der Emissionen resultieren aus Landnutzungsänderungen durch die Umwandlung von Wäldern zu Acker- und Weideland sowie aus der Trockenlegung von Mooren und das Verbrennen von Biomasse. Die andere Hälfte stammt aus der zunehmenden Nutztierhaltung und aus dem Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern.
Wenn zu viel oder zur falschen Zeit Dünger eingesetzt wird, kann der Stickstoff von den Nutzpflanzen nicht vollständig aufgenommen werden und gerät in die Umwelt. Ein Teil des Stickstoffüberschusses wird dabei in Form von Lachgas, ein besonders klimaschädliches Gas, in die Atmosphäre freigesetzt. Weitere Lachgasemissionen entstehen z.B. beim Reisanbau und bei der Verrottung von Mist.
Die Vernichtung von tropischen Regenwäldern für die Landwirtschaft stellt ein noch größeres Problem dar. Waldflächen werden in Zukunft weltweit voraussichtlich um jährlich 43.000 km² zurückgehen. Der Anbau von Soja, einer sehr energiereichen Futterpflanze, hat in jüngster Zeit zur weiteren Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien und des Chaco-Urwaldes in Argentinien beigetragen.
Diese Rodung von Regenwäldern ist auf den Anbau von Futterpflanzen auf Ackerflächen zurückzuführen. Die weltweit hohe Nachfrage nach Fleisch bestimmt, wie viele Tiere gehalten und gefüttert werden. Die Viehwirtschaft ist der größte Nutzer von Landflächen. Zudem trägt die Verdauung von Wiederkäuern wie Rinder und Schafe zur globalen Methangasemission bei.
Hoffnung macht, dass die Landwirtschaft ungeheures Potential für den Klimaschutz bietet. Zu den einfach umsetzbaren Maßnahmen gehört beispielsweise das Ende der Nutzung von Moorböden und Regenwaldflächen. Weitere Einsparungen würde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bringen. Um den CO₂-Ausstoß jedoch langfristig und nachhaltig zu senken, müsste vor allem die Produktion und der Konsum von Fleisch und Milch reduziert werden. Die Politik ist dabei aufgefordert Impulse zu setzen: Die Agrarpolitik muss Teil der weltweiten Klimapolitik werden.
CO₂ Verursacher – Regenwald Zerstörung
Vom Aussterben bedrohtes Naturjuwel
Tropische Wälder spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf und damit für das weltweite Klima eine entscheidende Rolle. Sie speichern über 17 % des weltweit in der Vegetation und dem Boden gebundenen Kohlenstoffes. Wird der Wald zerstört, gelangt das Kohlendioxid (CO₂) in die Atmosphäre und trägt so zum Klimawandel bei. Regenwaldschutz ist also zugleich auch Klimaschutz!
mehr
Regenwälder, die grünen Lungen unserer Welt, sind ein unverzichtbarer Teil des Ökosystems Erde. Rund zwei Drittel der bekannten Flora und Fauna hat ihr Zuhause in den Tropenwäldern. Darüber hinaus besitzt der Regenwald die fantastische Fähigkeit riesige Mengen des Treibhausgases CO₂ aufzunehmen und den enthaltenen Kohlenstoff in seinen Pflanzen und im Boden zu speichern. Bei diesem Prozess wird so viel Kohlenstoff im Urwald gespeichert wie in rund zehn Jahren auf der ganzen Erde freigesetzt wird und ist somit unverzichtbar im Kampf gegen die Klimakrise.
Trotz dieser bemerkenswerten Eigenschaften wird der Regenwald weiter unaufhörlich abgeholzt und ausgebeutet. Ursachen für die andauernden Rodungen stehen oft eng mit sozialen, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder in Zusammenhang. Wie so oft geht es hierbei um Geld. Die Haupttreiber der Entwaldung sind die Rinderhaltung, der Sojaanbau, das Ernten von Tropenholz, Palmölplantagen, Holzplantagen zur Papierherstellung, Infrastrukturprojekte, zu denen auch Staudämme gehören und der Abbau von Rohstoffen wie Öl, Coltan oder Gold. Großflächige Brandrodungen zur Landgewinnung sind dabei keine Seltenheit.
Ein Ende der Rodungen ist derzeit nicht absehbar. Im brasilianischen Teil des Amazonas-Regenwaldes sind zwischen August 2019 und Juli 2020 rund 11.088 Quadratkilometer Dschungel abgeholzt worden. Das entspricht rund 4.340 Fußballfeldern pro Tag oder drei Fußballfeldern pro Minute und ist der höchste Wert seit 2008. Hält man sich vor Augen, dass rund 734 t Kohlendioxid pro Hektar tropischer Primärwald (lebende, oberirdische Biomasse) in Form von Kohlenstoff gespeichert werden, verheißt das nichts Gutes für unser Klima.
Die Prognosen bestätigen diese Entwicklung und sind zunehmend dramatisch. Aktuelle Studien beschreiben bereits einen historischen Kipppunkt: Durch Abholzung verliert der Regenwald mehr und mehr seine Funktion als Kohlenstoffspeicher und Bremse des Treibhauseffektes und wird im Gegenteil zum Produzenten von Treibhausgasen. So hat der brasilianische Teil des Amazonasgebiets zwischen 2010 und 2019 rund 18 Prozent mehr CO₂ ausgestoßen als im selben Gebiet vom Regenwald gespeichert wurde. Wenn die Rodungen so weitergehen, ist der Regenwald in 30 bis 40 Jahren verschwunden, mit katastrophalen Folgen für viele Tier- und Pflanzenarten sowie für das Klima auf dem Planeten.
CO₂ Verursacher – Multinationale Konzerne
Die Schattenseiten der Globalisierung
Globalisierung bezeichnet den weltumspannenden Austausch von Wirtschaftsgütern aller Art. Es gibt kaum noch Industriegüter, die in ein und demselben Staat vollständig produziert und verkauft werden. Eine große Rolle spielen hierbei multinationale Konzerne, die für ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind.
mehr
Der globale Austausch von Gütern und Dienstleistungen belastet die Umwelt schwer. Die stetige Zunahme des Verkehrs, der enorme Rohstoffverbrauch, die Problematik der Müllentsorgung sowie die Schädigung ganzer Ökosysteme stellen negative Folgen der Globalisierung dar und führen zu hohen Emissionen von Treibhausgasen.
Seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich vor allem der Transportsektor enorm entwickelt. LKWs, Frachtflugzeuge und vor allem riesige Containerschiffe bringen möglichst billig Waren rund um die Welt, um Wettbewerbsvorteile auszunützen. Denn in ärmeren Ländern, vor allem in Südostasien, Afrika oder Lateinamerika stehen billige Arbeitskräfte zur Verfügung, die für günstige Produktionen und Verkaufspreise sorgen. Dies machen sich vor allem multinationale Konzerne zu Nütze und lassen rund um den Globus produzieren, um ihre Waren auch in der ganzen Welt kostengünstig verkaufen zu können.
Zwei Drittel des Weltmarkts werden von multinationalen Konzernen beherrscht. Die 20 größten Unternehmen der Welt erwirtschaften mehr als die 80 ärmsten Staaten der Welt zusammen! Großkonzerne wie Coca Cola, der Ölkonzern BP oder der Chemiekonzern BASF hinterlassen besonders große ökologische Fußabdrücke, versuchen aber zumindest an einer Reduktion ihrer Treibhausgase zu arbeiten.
Wenn multinationale Konzerne mit ihrem enormen weltweiten Einfluss die Führung im Klimaschutz übernehmen würden, beispielsweise indem sie ihre Lieferketten energieeffizienter machen, dann könnten sie eine Vorbildwirkung für viele andere Akteure des Wirtschaftsgeschehens übernehmen.
CO₂ Verursacher – Ernährung
Jeder Bissen zählt
Eine alltägliche und dabei sehr effiziente Möglichkeit, sich für Umwelt- und Naturschutz einzusetzen, wird oft übersehen, dabei sitzt sie täglich mit am Esstisch. Eine nachhaltige und gesunde Ernährung kann erheblich dazu beitragen, unsere Ressourcen zu schonen, zum Klimaschutz beizutragen und die Artenvielfalt zu erhalten.
mehr
Die Art und Weise, wie unser Ernährungssystem (Produktion, Verarbeitung, Konsum) aufgestellt ist und wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf das Klima. Der Agrar- und Nahrungsmittelsektor verbraucht ungefähr 70 Prozent des Wassers und ist für etwa ein Viertel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ungefähr ein Drittel der weltweit zur Verfügung stehenden Landfläche wird für die Tierhaltung genutzt. Die Tierhaltung ist der mit Abstand größte Landnutzer weltweit.
Etwa 70 Prozent der Verluste an biologischer Vielfalt und 75 Prozent der Entwaldung ist auf die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln zurückzuführen. Damit stellt der Agrar- und Nahrungsmittelsektor die größte Einzelbedrohung für die Natur dar. Ähnlich bedrohlich sieht es für die Fischbestände aus. Derzeit gelten 30 % der weltweiten Fischbestände als überfischt, 61 % als maximal befischt.
Großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck von Lebensmitteln hat die Herkunft bzw. Art des Transports. So entstehen pro Kilogramm transportiertem Lebensmittel bei einem Flugtransport bis zu 170-mal mehr klimawirksame Treibhausgase als bei einem Schiffstransport. Es macht somit also durchaus Sinn darauf zu achten von wo und wie die Produkte in die Supermarktregale kommen.
Darüber hinaus ist unser derzeitiges Ernährungssystem ineffizient. Ein Drittel aller produzierten Lebensmittel wird nie gegessen, sondern entlang der Lieferkette vom Acker bis zum Teller verworfen. Gleichzeitig hungern immer noch über 800 Millionen Menschen jeden Tag. Auf der anderen Seite sind fast 2 Milliarden übergewichtig oder fettleibig.
Selbst kleine Änderungen in unseren Ernährungsgewohnheiten können in der Gesamtheit signifikant zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen. Würden wir einmal in der Woche auf Fleisch verzichten, würden wir rund 600.000 Hektar weniger Anbaufläche benötigen und rund 9 Mio. t Treibhausgase einsparen.
Eine nachhaltige Ernährung kann nicht nur ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz sein, sondern auch vor gesundheitlichen Risiken schützen. Das Stichwort hier lautet „Slow Food“ und steht für genussvolles, bewusstes, regionales und saisonales Essen. Slow Food gibt jedem die Möglichkeit seinen Beitrag zu leisten, um dem Klimawandel und seinen Folgen entgegenzuwirken. Ein sofortiges Handeln ist unabdingbar, denn die Auswirkungen der Erderwärmung sind vielerorts schon jetzt dramatisch.