Ökologischer Fußabdruck – regionaler Vergleich
USA leben auf größtem Fuß
Wenn die gesamte Weltbevölkerung nach dem Lebensstandard sowie Ressourcenverbrauch der USA leben würde, benötigte sie insgesamt fünf Erden!
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Neben den USA zählen auch Australien, China, Japan sowie europäische Staaten zu den Regionen, die einen übermäßig großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Jedem Erdenbürger stehen 1,7 globale Hektar (gha) Land zu, jeder US-Bürger verbraucht im Durchschnitt jedoch bereits über 8 gha, jeder Deutsche etwa 5 gha. Zum Vergleich nützen Menschen aus Indien nur 0,9 gha, aus Bangladesch gar nur 0,6 gha.
Vereinfacht gesagt – lebt die gesamte Menschheit wie die oben genannten Verbraucherriesen, bräuchten wir drei bis fünf Erden, um diesen Lebensstandard aufrecht zu halten, nach dem Beispiel von Bangladesch nur 0,3 Erden.
Menschen aus Industriestaaten müssen daher aktiv ihre Lebensverhältnisse ändern, um eine nachhaltige, gesicherte Versorgung für alle zu erreichen.
Fossile Energieträger – Kohle, Erdöl, Erdgas
Ohne Ausstieg – keine Klimarettung
Fossile Brennstoffe ermöglichten die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert, ohne sie würde es die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht geben. Kohle, Erdöl und Erdgas trieben das heutige Wirtschaftswachstum an und trugen aber auch maßgeblich zum menschgemachten Klimawandel bei.
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Entstanden sind die fossilen Brennstoffe aus Wäldern und Kleinstlebewesen, die in früheren Erdzeitaltern existierten. Heutzutage verbrennen wir diese fossilen Rohstoffe, um daraus Energie zu gewinnen. Dabei wird Kohlenstoff frei, welcher sich mit Sauerstoff zu CO₂ verbindet und so den Treibhauseffekt weiter verstärkt.
Jedoch nicht nur die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist ein Problem, auch die Förderung, der Transport und die Verarbeitung bergen Probleme.
Der Energieverbrauch von fossilen Brennstoffen ist für 85 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Davon verursachen rund die Hälfte der Treibhausgase Kraftwerke, die Strom aus Kohle oder Erdgas herstellen, gefolgt vom Verkehrssektor, mit einem Anteil von 20 Prozent.
Sollte die Weltgemeinschaft die fatale Entscheidung treffen, zukünftig auch noch die letzten Reserven an Öl, Gas und Kohle zu bergen und zu verbrennen, hätte dies katastrophale Folgen für das Klimasystem unseres Planeten. Damit dieser Alptraum nicht Realität wird, braucht es eine Energiewende. Den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und Ausbau von erneuerbaren Energien.
Globaler Energiebedarf
Weltweiter Energiebedarf steigt, fossile Energieträger dominieren weiterhin
Die Energienutzung stellt weltweit die mit Abstand größte Quelle an Treibhausgasemissionen dar. Rund zwei Drittel der globalen CO₂-Emissionen entstehen im Zusammenhang mit der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung, die zum Heizen, zur Stromerzeugung, für Verkehr und Industrie verwendet wird.
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Der weltweite Stromverbrauch stieg 2022 um fünf Prozent, bis 2060 ist eine Verdoppelung des heutigen Energiebedarfs zu erwarten. Doch nur die Hälfte des Energieanstiegs kann dabei durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Daraus resultierend werden auch die CO₂-Emissionen weiter wachsen.
Über 50 % des weltweiten Wachstums an Energie findet zurzeit in China statt, dem größten Stromverbraucher der Welt. Auch Indiens Energiebedarf ,als derzeit drittgrößter Verbraucher, wird laut Prognose stark ansteigen. Pro Kopf verbraucht aber Katar die meiste Energie, ein Katarer so viel wie 100 Einwohner von Kenia.
Trotz Rekordwachstums erneuerbarer Energiequellen, steigen die fossile Energieerzeugung und die damit verbundenen CO₂-Emissionen. Nukleare und fossile Energieerzeugung dominieren den Markt weiterhin, insbesondere der Energieträger Kohle wuchs in den letzten Jahren wieder deutlich an. Da der Anteil fossiler Energien demnach weiterhin steigt und der Ausbau Erneuerbarer Energien zu langsam vorangeht, werden auch die CO₂-Emissionen des Energiesektors weiter wachsen.
CO₂ Verlauf
Höchster CO₂-Anstieg der Erdgeschichte
Forscher der Universität Bern haben die CO₂-Konzentration der Atmosphäre der vergangenen 350.000 bis 450.000 Jahre nachgebildet. Die Ergebnisse zeigen, dass der CO₂-Anstieg über das vergangene Jahrzehnt 6 mal höher und fast 10 mal schneller vonstattengegangen ist, als je zuvor. Das ist in der Erdgeschichte einmalig.
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Wie die Temperatur, so unterlag auch der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre im Laufe der Erdgeschichte starken Schwankungen. Temperaturen um drei bis vier Grad Celsius über den heutigen, der Meeresspiegel um 15 bis 20 Meter höher. Das waren die klimatischen Bedingungen im Pliozän, einem fünf bis drei Millionen Jahren zurückliegenden Kapitel der Erdgeschichte.
Tatsächlich könnte die Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre bis zum Jahr 2025 höher sein als in dieser wärmsten Zeit, also seit 3,3 Millionen Jahren. Daraus lassen sich höchst besorgniserregende Rückschlüsse auf die Auswirkungen des heutigen CO₂-Gehalts auf das Klimasystem bilden. Wie aus den Diagrammen ersichtlich, unterlag die CO₂-Konzentration im Laufe der Erdgeschichte stets starken Schwankungen, doch gab es noch nie einen dermaßen starken und schnellen Anstieg, wie in den letzten 50-100 Jahren, den der Mensch durch Verbrennung fossiler Rohstoffe zu verantworten hat.